Die CommunitätDie Anfänge |
|
Neuorientierung in der Evangelischen Kirche Nach mehr als 450jähriger protestantischer Klostervergessenheit entstehen während und nach dem 2. Weltkrieg, unabhängig voneinander evangelische Orden und Kommunitäten. Schließen sich Menschen in der Kirche zum gemeinsamen Leben zusammen, tun sie dies mit dem Auftrag, eine bestimmte Wahrheit des Evangeliums in ihrer Weise sichtbar zu machen. Gemeinsam ist allen ein Leben in der Nachfolge Christi nach den alten Mönchsregeln, den sogenannten 'Evangelischen Räten': Armut, Keuschheit und Gehorsam. Sie leben den Alltag im Rhythmus von Gebet und Arbeit. Damit reihen sie sich ein in die Ordenstradition der einen christlichen Kirche. |
|
Die Gründer der Communität Pfarrer Walter (1909 - 1972) und Hanna (1910 - 1977) Hümmer sind die Gründer der Communität Christusbruderschaft. In ihrer Verlobungszeit begegnen sie der Oxford Gruppenbewegung und lernen dort einen christlichen Lebensstil kennen, der von der Offenheit für das Wirken des Heiligen Geistes im Alltag geprägt ist. Beide werden ermutigt, auf leise innere Impulse zu achten. Stille Zeit, gemeinsames Bibellesen, Austausch und Gebet sind Elemente wichtiger Zusammenkünfte. |
|
Der Anfang in Schwarzenbach/Saale Am 1. Juni 1937 beginnt der Dienst des jungen Pfarrerehepaares in Schwarzenbach an der Saale, einem oberfränkischen Industriestädtchen. Die Bevölkerung damals, größtenteils Arbeiter, sind der Kirche noch entfremdet. Hümmers beten Jahre hindurch täglich um einen geistlichen Aufbruch. Nach einigen Jahren, vor allem während des Krieges, beginnen Frauen und Männer, Mädchen und Jungen nach Gott zu fragen. Es geschieht eine große Bewegung in der Gemeinde, die hinführt zur Communität: Eine kleine Gruppe von jungen Frauen und Männern fragen nach dem Willen Gottes für ihr eigenes Leben in einem intensiven Prozess des Betens und Hörens auf Gott. Karfreitag 1948 schenkt Gott ihnen die Gewissheit, als eine evangelische Ordensgemeinschaft zusammen zu gehören. Die Erfahrung des Kreuzes Christi prägt die Gründungsstunde und prägt die Spiritualität der Communität. Kreuz, Dornenkranz und das Herz sind die Zeichen der Gemeinschaft. Am 1. Januar 1949 beginnt in der Schwarzenbacher Kirche in einem Abendmahlsgottesdienst das gemeinsame Leben der Communität. 1949 siedelt sie nach Selbitz um. Hier ist heute das Zentrum der Communität. |